Nachdem die Großschot-Winden soweit eingebaut waren, musste ich mit dem Weiterbau warten, bis das Deck verlegt sein würde. Die Winde für die Vorsegel wurde am Spant 8 so tief wie möglich montiert, damit die Schoten nicht an den Cockpitbänken reiben können. Auch hier konnte ich nur vorarbeiten. Der endgültige Verlauf der Endlosschot und der Vorschoten konnte erst nach Fertigstellung des Cockpits festgelegt werden. Trotzdem schon hier die Funktionsskizze.

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Das Großsegel der ALBATROS hat ca. 87 dm² Fläche. Der Großbaum misst 93 cm. Außen an der Baumnock ist die Schot angeschlagen. Das Foto des Originals macht die Schotführung deutlich. Normalerweise ist die Schot an Steuerbord belegt läuft zum Doppelblock an der Nock, zum Fußblock an Deck und zurück zur Nock. Von da zu einer Klampe an Backbord. Dort wird gefiert und dicht geholt.

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Als ich im August 2007 endlich soweit war, dass ich mit dem Bau meiner ALBATROS beginnen konnte, hatte Peter bereits das Spantgerüst im Maßstab 1:10 stehen. Wobei gesagt sein soll, dass er nur im Winter bauen kann! Den Rest des Jahres hat er andere Interessen und Beschäftigungen.

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Es begann alles damit, dass mir ein Freund einen Reiseprospekt zeigte, in dem eine Segelschule am Ammersee Kurse für Segelinteressierte anbot. Wir informierten uns genauer und beschlossen, dieses Angebot zu nutzen. Als es Zeit wurde sich anzumelden sprang mein Freund ab, aber ich schickte die Unterlagen los. Da ich noch kein Auto hatte reiste ich mit der Bahn.
So kam es, dass ich voller Neugier und Spannung an einem Sonntag im Juli 1964 erstmals das Gelände der 1928 gegründeten Segelschule Seidl betrat.
Zu dieser Zeit wurde mit der Anmeldung zum Kurs gleich das Quartier und die Vollverpflegung mit gebucht! Als Quartier wurde mir, da Fußgänger, ein Zimmer im Haus der Fischerfamilie Josef Rauch zugeteilt. Zu den Mahlzeiten sollte ich mich im „Unterbräu“ einfinden. Ich schnappte also mein Bündel und marschierte los, das Fischerhaus zu suchen. Es lag gleich hinter dem Bahndamm, der sich wie ein Deich zwischen dem Seeufer und dem Ort Diessen entlangzog. Das „Unterbräu“ befand sich direkt gegenüber. Das war sehr praktisch: In kaum 5 Minuten war der Weg zwischen Quartier und Schule zu schaffen!
Bei einem ersten Rundgang auf den Steganlagen der Schule sah ich etwa 30 Boote, alle aus Holz gebaut und in den unterschiedlichsten Typen und Größen. Alle Boote trugen Vogelnamen. Zwei kleine Lugger z.B. hießen UHU und KAUZ. Dann gab es da eine NACHTIGAL, der Form nach ein altes Ruder-Rettungsboot mit einer Gaffel-Besegelung. Weiter las ich Namen wie BUSSARD, CONDOR, SCHWALBE, AMSEL, GIMPEL und PIROL.
Draußen vor den Stegen lagen noch drei größere Yachten an ihren Bojen.
Die größte davon war zweimastig und am Bug konnte man ihren Namen lesen: ALBATROS

Dieses Schiff hat mich vom ersten Augenblick an fasziniert!
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Unter dem Titel: “Haffsegler zwischen Oder und Memel” gestaltete Dieter Kettelhut vom 21.1. bis 17.4.1995 mit einer Gruppe von mini-sailern eine Sonderausstellung im Deutschen Schifffahrtsmuseum Bremerhaven. Unterstützt wurden sie vom Direktor des Museums, Professor Dr. Ellmers. Dieser hat zur Ausgestaltung der Räumlichkeiten zahlreiche Objekte und besonders Gemälde und Zeichnungen von Herbert Pridöhl beigesteuert. Pridöhl war ein zeitgenössischer Künstler dieser Region, der zwischen 1935 und 1940 das Leben der Fischer, ihre Schiffe und besonders ihre Gesichter dargestellt hat.
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Fischkutter GERHARD, B.J.1919, aus Pillau, gebaut von Hans Burchert, einem waschechten Ostpreussen, der zahlreiche Boote seiner Heimat als Modelle nachgebaut und hier ausgestellt hat.
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Weitere Modelle von H. Burchert
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Der ostpreussische Reisekahn FELICIANA, B.J. 1852, von Dieter Kettelhut. M: 1:15 – Lä. 236,6 m
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FELICIANA, weitere Modelle von H. Burchert, Bilder von H. Pridöhl, Kurenwimpel
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Die kunstvoll geschnitzten und bemalten Kurenwimpel waren eine Besonderheit der ostpreussischen Küste. Sie waren Erkennungszeichen, an denen der Heimatort (hier Nidden) und die Familie des Fischers ablesbar waren.
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Im ostpreußischen Landesmuseum zu Lüneburg organisierte D. Kettelhut vom 22.11.1996 bis 18.02.1997 mit den mini-sailern eine weitere Ausstellung: Haffsegler vor den Küsten Ostpreußens.
Einen doppelten Grund hatten die mini-sailor, sich bei der Segelschule Seidl vorzustellen: „Papa Seidl“ feierte seinen 83. Geburtstag und in diesem Jahr wurde seine Schule 60 Jahre alt! So tauchten wir mit einer ganzen Flotte von Modellen im Bootshaus auf und brachten den Jubilar doch sehr zum Staunen, als wir kurze Zeit später unsere Boote auf dem Wasser vorstellten.
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