M A – Die Reling
Als letzte aufwendige Baugruppe will ich die Herstellung der Reling beschreiben. Sie besteht aus einem soliden Handlauf aus Mahagoni und stabilen Stützen aus Ahorn. Aus dem gleichen Holz ist die abschließende Blendplanke.
Der Handlauf
Zunächst wurden die oberen und unteren Handlaufplanken grob zugeschnitten und gebohrt. Das weitere Vorgehen entspricht der Herstellung der einzelnen Teile des Schandeckels bei der Decksbeplankung. Jedoch habe ich die Schäftungen von oberer und unterer Planke unterschiedlich ausgeführt, damit ich eine stabile Klebefläche hatte.
- Eine der Unterplanken ist zum Konturschleifen angeschraubt.
- Nachdem die unteren Planken angepasst waren wurden die Oberplanken in Form gebracht.
- Die unterschiedliche Schäftung zwischen oberer und unterer Handlaufplanke ist deutlich erkennbar.
- So liegen die Planken übereinander.
- Ober- und Unterplanke werden mit der Rumpfkontur bündig geschliffen.
- Mit dem Minianreißer ….
- …. wird die Breite des Handlaufs aufgezeichnet.
- Die mit Zahnstochern fixierten Teile werden nach dem Anriß grob ausgesägt.
- Mit dem gewölbten Schleifklotz wird bis zur Linie geschliffen.
- Die Stäbchen verhindern das Verschieben der Planken beim Bearbeiten.
- Mit dem Eigenbau-Stufenbohrer sollen die oberen Planken so aufgebohrt werden, daß der M2-Schraubenkopf darin verschwindet.
- Das Bohren ist nicht einfach, aber es gelingt.
Der keine Parallelreißer vereinfachte das Anzeichnen der Breite auf der Innenseite der Handlaufteile. Die Zahnstocher passen genau in die 2 mm Bohrungen der Planken und helfen sehr beim gemeinsamen Bearbeiten der Teile. Die gesamte Reling soll mit M2-Schrauben auf Deck verschraubt werden. Die Schraubenköpfe sollen aber später nicht sichtbar sein. Darum werdn die Oberplanken auf 4 mm aufgebohrt. Nach der Endmontage werden diese Löcher mit eingeklebten Furnierplättchen verschlossen, die ich D 4 mm ausgestanzt habe.
Die Relingstützen
Für die soliden Stützen wurden zunächst zwei Ahornleisten aufeinander geleimt und dann auf Breite gesägt. Mit der Kreissäge nutete ich die Doppelleiste mit 2,2×2,2 mm für die späteren M2-Schrauben. Dann wurden die Stützen-Rohlinge mit Überlänge abgesägt. Mit 0,6 mm Furnier wurde der Schlitz abgedeckt. So hatte ich eine genaue und gerade Vierkant-Bohrung in allen Stützen. Der Versuch entsprechende Teile normal zu bohren war kläglich gescheitert! Das Nacharbeiten war eine Kleinigkeit. Alle Stützen sollten senkrecht aber spaltfrei auf dem Deck stehen, die gleiche Höhe haben und den Deckssprung genau auf die Handläufe übertragen. Mit der kleinen Vorrichtung konnte ich oben und unten die passenden Markierungen an der senkrecht stehenden Stütze anzeichnen.
- Die Stützen-Rohlinge mit Überlänge zugeschnitten, genutet, mit Furnier beklebt und verschliffen.
- Die erste Stütze rechts auf Position.
- Montage zur Probe: Die Unterplanke vorne rechts sitzt!
- Hier ist schon mal die Blendplanke angeklammert. Auch die Oberplanke paßt ….
- …. die Schäftung stimmt und die Schraubenköpfe sitzen so tief, daß der Furnierdeckel noch draufpaßt.
- Die Endbogen wurden aus 8 Lagen quergeschnittenen 0,6 mm Furnierstreifen über einer Form verleimt.
- Hier wurde die Verbindung angepaßt.
- Nachdem die Blendplanke angeleimt war wurde alles zum Lackieren bzw. Ölen demontiert.
Nach dem alle Teile geölt waren konnte endmontiert werden. Danach noch die gestanzten Deckelchen in die Schraubenlöcher kleben, nachschleifen und ölen – damit war das Kapitel Reling abgearbeitet.
- Die Blendplanke wird verleimt.
- Am Bug besonders aufpassen!
- Die Endbogen vorn ….
- …. und achtern.
Damit ist die Hauptarbeit am Schiffskörper abgeschlossen.
Über die Anfertigung des Riggs wird später berichtet.
Zunächst werde ich aber auf dieser Seite eine längere Pause machen, da mein Rechner in einen tiefen „Winterschlaf“ gehen wird.
Für Kontakte gibt es ja noch das Telefon und die gute alte Post.
Ich wünsche meinen lieben Freunden und treuen Besuchern meiner Seite alles Gute zum Weihnachtsfest und zum Jahreswechsel.
Beste Grüße Ihr Gerd Neumann



























