ALBATROS – Der Großmast mit Beschlägen
Der Großmast wurde aus 12 einzelnen Leisten mit drei unterschiedlichen Querschnitten zusammen geleimt. Bei einer Rohlänge von zwei Metern keine leichte Arbeit. Mit einer stabilen Alu-Winkelschiene und vielen Zwingen ist es aber gut gelungen.
- Die ersten Leistenpaare in der Klebevorrichtung.
- Zwei Meter Länge und viele, viele Klammern!
- Die Profile wurden zusammen gefügt. Im Kern ist der Mast hohl. Dann folgte die letzte Leistenlage.
Danach ging es zum Drechsler. Dort wurde aus dem verleimten Vierkant der runde Mast mit einem zylindrischen und einem konischen Abschnitt. Bei der Länge war das eine sehr schwierige Sache, und der Meister hat ordentlich gefeixt! Auch die übrigen Bäume und Stengen waren nicht leichter zu drechseln.
Anschließend musste der Mast noch auf endgültige Länge und exakten Durchmesser gebracht werden. Sonst hätten die Beschläge später nicht gepasst. Begonnen habe ich mit dem Mastfuß und dem Schuh. Danach konnte ich den Mast endlich das erste Mal aufrichten.
- Mastfuß und Mastschuh entstanden, wie so oft, aus Teilen vom Sanitärladen.
- Der Exenter, aus einem Stellring geschliffen, hat 2 mm Hub.
- Der fertige Mastschuh.
- Fuß und Schuh fertig zum Einbau. Der Hub ist markiert.
- Am Mast musste erst der Passring für den Decksdurchlass aufgesteckt werden. Dann wurde der Fuß montiert.
- Der Mastschuh auf seinem Platz im Boot.
- Zweimal das gleiche Bild? – Nein! Der Mast ist abgesenkt…
- …und hochgestellt. So werden alle Wanten und Stage stramm gespannt.
Jetzt waren die übrigen Mastbeschläge an der Reihe. Leider sind fast alle alten Beschläge des Masts verschollen, und keiner weiß, wie sie wirklich aussahen. So musste ich mich nach den neuen richten und etwas improvisieren. Fast alle Beschläge wurden auf der Basis von Rohrabschnitten gefertigt. Die passenden Ringe mit den Durchmessern an der entsprechenden Mastposition zu finden bzw. passend nach zu arbeiten war eine Geduldsarbeit!
Am Beispiel von Ring B wird hier die Machart der Beschläge vorgestellt.
- Der Ring B gebohrt, Gewinde geschnitten, Laschen hart angelötet.
- Die Ösen eingeschraubt und verlötet.
- Die große Öse angelötet.
- Alle Ringe von oben nach unten.
- Der Haltering mit der Saling.
- Das gleiche für’s Modell.
- Das Spi-Baum-Lager …
- …in 1:8…
- …und nochmal…
- …und nochmal.
- Ein Blockmontierung.
- Die Rolle mit Haltung für das Stander-Fall. Im Mast die Scheibe für das Topsegel-Fall.
Am fast fertigen Modell sieht das dann so aus.
- Der Mastknauf ist aufgeschraubt.
- Der Original-Verklicker.
- …und in kein. Noch sind Verklicker und Halter getrennt.
- Das Röhrchen, um das der Verkicker dreht, war eine Spritzenkanüle – D 1×80 mm! Bei diesen Abmessungen gab’s die nur beim Tierarzt.
- Der Verklicker und die Ringe A und B sind am Platz.
- Der Ring A für die Oberwanten und das Toppstag. Am Ring B sind das Fliegerfall und die oberen Backstage befestigt.
- Der obere Piekfall-Block.
- Der Ring C für den unteren Piekfall-Block und die Rollen für das Klüverfall.
- Die Halterung D für Klaufall, untere Backstage, Fockstag und Fockfall.
- Ring E für Unterwanten und Dirken. Die montierte Saling.
- Hier ist die Gaffel schon angeschlagen.
- Das Spi-Baum-Lager ist angeschraubt.
Bei einigen dieser Bilder habe ich der Beschreibung des Bauablaufs vorgegriffen. Aber so sind die Zusammenhänge besser zu erkennen.
Bald geht es weiter mit dem Großbaum und der Rollreff-Vorrichtung.





































Ser skön schiff